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SPI – Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut


«Franziskus-Effekt?»

Zu voreilig sprach der «Blick» am 20. Oktober 2013, nur sechs Monate nach dem Amtsantritt von Papst Franziskus, vom "Franziskus-Effekt". «Der Franziskus-Effekt scheint den Exodus der Gläubigen zu stoppen», so lautete die These.

Jetzt liegen die aktuellen kirchenstatistischen Daten des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts (SPI) vor - und es zeigt sich das Gegenteil: Die Austrittszahlen sind 2013 im Vergleich zu 2012 in der Schweiz angestiegen und die Eintrittszahlen verharren auf dem langjährig bekannten, niedrigen Niveau.

Diese und zahlreiche weitere aktuelle Daten aus der Kirchenstatistik des SPI finden sie hier im Update SPI-Kirchenstatistik 2014.


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Seelsorgeberufe in Veränderung

Die Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz gibt eine neue Broschüre heraus:

Seelsorgeberufe in Veränderung, St. Gallen, Edition SPI, 2014, 60 Seiten, ISBN 978-3-906018-09-6

Zum Inhalt:

Seelsorgeberufe in der katholischen Kirche befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Der Umbau pastoraler Strukturen, Teamarbeit in der Seelsorge und nicht zuletzt veränderte Erwartungen bei den Gläubigen verlangen nach neuen Rollenverständnissen und Modellen.

Bisherige Selbstverständlichkeiten und lange unhinterfragte Leitbilder für Seelsorgeberufe verlieren heute an Bedeutung oder benötigen eine neue Interpretation. Zugleich tauchen alternative Leitbilder auf, die das Selbstverständnis von Seelsorgenden sowohl irritieren als auch bereichern können. Die Publikation bietet eine Analyse dieser Situation. Sie stellt die Entwicklungen in den Diözesen und Sprachregionen der Schweiz dar und benennt Hilfsinstrumente, um Seelsorgende zu unterstützen.

 

Die Publikation der Pastoral(planungs)kommission kann im SPI zum Preis von CHF 19.90 (zuzüglich Versandkosten) bestellt werden: spi@spi-stgallen.ch

 


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Neuland erforschen

Die Strukturen der Pastoral stehen in einem fundamentalen Umbruch. Gesellschaftliche und kirchliche Trends fordern die Bistümer zu einer einschneidenden Reorganisation ihrer Seelsorgestrukturen heraus. Im Bistum St. Gallen wurden bereits Leitoptionen gefällt, deren Umsetzung nun beginnt. Den Beteiligten ist dabei klar, dass es nicht um kosmetische Veränderungen im Bestand geht, sondern darum, als Kirche Neuland zu betreten.

      

Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) begleitet das «Projekt Neuland» im Bistum St. Gallen über die kommenden drei Jahre pastoralsoziologisch und pastoraltheologisch. Die Arbeit des wissenschaftlichen Begleitprojekts des SPI dient der konkreten Prozessreflexion sowie der konzeptionellen Festigung und Darstellung des neuen Seelsorgekonzepts. Sie dient zugleich dem pastoralen Austausch zwischen Bistümern der Deutschschweiz, die von den in St. Gallen gemachten Erfahrungen profitieren können.

Zum 1. Mai hat Dr. Maria Blittersdorf die Projektstelle «Neuland» im Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI) in St. Gallen angetreten. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen in der Ausbildung, Beratung und Begleitung von Seelsorgenden und hat 2013 eine Promotion im Bereich Ekklesiologie bei Prof. Dr. Jochen Hilberath in Tübingen abgeschlossen.


Inhaltliche Schwerpunkte

Maria Blittersdorf arbeitet an Fragen zu pastoralen Strukturen und Prozessen der Ekklesiogenesis. Aktuell begleitet sie das «Projekt Neuland».

Das «Projekt Neuland»

Das Projekt des Bistums St. Gallen setzt die pastorale Absicht um, dass die Kirche in der Nähe der Menschen bleiben will, auch wenn es weniger hauptamtliche Seelsorgende gibt. Für die Kirche in der Nähe übernehmen Freiwillige, Ehrenamtliche und Hauptamtliche verschiedene Aufgaben in gemeinsamer Verantwortung. Die Hauptamtlichen verlagern ihre Aufgaben hin zu einer Begleitung der Freiwilligen. Ein Bildungsangebot für Getaufte zu deren Unterstützung ist darüber hinaus geplant.

Die Seelsorgeeinheit Magdenau (http://www.seelsorgeeinheit-magdenau.ch) ist auf dem Weg, die Pastoral in dieser Richtung zu gestalten.

Das «Projekt Neuland» ist ein Lernweg für alle Beteiligten, sowohl für die Bistumsleitung als auch die hauptamtlichen Seelsorgenden wie für die Freiwilligen, für Kirchgemeinden und Pfarreien und ihre Gremien. Dieser Lernweg wird durch das SPI dokumentiert, wissenschaftlich reflektiert und mit pastoraltheologischen und –soziologischen Impulsen unterstützt.


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Ökumenisches Online-Verzeichnis christlicher Migrationsgemeinden in der Schweiz


Einige Hundert christliche Migrationsgemeinden signalisieren: Das Christentum in der Schweiz ist bunter geworden. Durch die Einwanderung von Christinnen und Christen in die Schweiz hat sich das hiesige Bild des Christentums sehr verändert. Eine Vielzahl von Christentümern ersetzt das vormals übersichtliche konfessionelle Bild der Schweiz.


Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) hat 2012 und 2013 in Kooperation mit dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund und der Dienststelle migratio der Schweizer Bischofskonferenz sowie mit zahlreichen ökumenischen Partnern Adressen und Informationen zu christlichen Migrationsgemeinden gesammelt und diese für das vorliegende Verzeichnis aufbereitet. Die Angaben wurden von Verantwortlichen der christlichen Migrationsgemeinden zur Veröffentlichung freigegeben.


Das vorliegende Verzeichnis christlicher Migrationsgemeinden in der Schweiz ist eine Hilfe zum Aufbau ökumenischer Beziehungen und weltkirchlicher Solidarität – global und lokal. Es dient Kirchen und christlichen Gemeinden zum Knüpfen von Kontakten, als Einladung zum Kennenlernen und gemeinsamen Handeln sowie als Beleg für den Reichtum christlicher Dialekte in der eigenen Nachbarschaft.

 

Das Verzeichnis in deutscher Sprache: link PDF 


Das Verzeichnis in französischer Sprache: link PDF 


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Franziska Vogel (19) hat im Sommer 2014 in Luzern die Matura gemacht. Sie macht zur Zeit ein halbjähriges Praktikum am SPI und arbeitet an einer Studie über die Besucher der Kathedrale St. Gallen.


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Religion im Umbau – Inventar, Innovation, Investition

Die religiöse Landschaft der Schweiz ist im Wandel. Traditionelle Religionsgemeinschaften erfahren einen Bedeutungsverlust, dem sie oft ohnmächtig gegenüberstehen. Zugleich entstehen immer neue religiöse Phänomene. In dieser Situation konstruieren Menschen ihre Weltanschauungen mehr und mehr im Alleingang. Dies geschieht in einer Marktsituation, in der Religionsgemeinschaften mit weiteren Sinnanbietern konkurrieren. Wer bestehen will, muss sich den Herausforderungen und Anforderungen der Zeit stellen. Es gilt, das Bestehende zu überprüfen, Anpassungen vorzunehmen und Neues zu wagen.

Dieses Buch präsentiert Einzelstimmen aus unterschiedlichen reformierten, römisch­katholischen, freikirchlichen und muslimischen Religionsgemeinschaften und Gruppierungen. So wird ein breites Spektrum an Standpunkten, Handlungsoptionen und Visionen sichtbar: eine Anregung für die eigene Standortbestimmung und Handlungsorientierung in einer von Traditionsabbruch und Individualisierung geprägten Zeit.

Mit Beiträgen von Caren Algner, Christina Aus der Au, Eva Baumann­Neuhaus, Odo Camponovo, Peter Gloor, Ingrid Grave, Beat Grögli, Daniel Kosch, Peter Kubikowski, Hisham Maizar, Verena Mühlethaler, Manuel Schmid, Benedict Schubert, Stephan Sigg, Christoph Sigrist, Rachel Stoessel und Dölf Weder.

Herausgeberinnen

Eva Baumann-Neuhaus, Dr. sc. rel. et lic. phil., Jahrgang 1964, ist Religionswissenschaftlerin und Ethnologin und wissenschaftliche Projektleiterin am Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut SPI in St. Gallen.

Christina Aus der Au, Dr. theol. et MA phil., Jahrgang 1966, ist Privatdozentin für Systematische Theologie an der Universität Basel und Geschäftsführerin am Zentrum für Kirchenentwicklung an der Universität Zürich.

Bestellung

Edition SPI, 2014, 216 Seiten, ISBN: 978-3-906018-08-9

Das Buch kann beim SPI, Gallusstrasse 24, Postfach 1926, 9001 St. Gallen, eMail: spi@spi-stgallen.ch, Tel. 071 228 50 90, zum Preis von CHF 23.50 exkl. Versandspesen bestellt werden.

 

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Kirchenstatistik 2013 der katholischen Kirche in der Schweiz

Die katholische Kirche in der Schweiz befindet sich in einem tiefgreifenden Wandlungspro­zess. Sie verändert sich von einer Grosskirche, die die gesell­schaftlichen Entwicklungen über Jahrhunderte lang stark mitbestimmt hat, hin zu einer Min­derheit. Dieser Wandlungsprozess hat nicht erst in den letzten Jahren begonnen. Er ist auch nicht auf die katholische Kirche in der Schweiz beschränkt. Die evangelisch-refor­mierte Kirche ist genauso davon betroffen wie die Kirchen in den Nachbarländern. Dies macht die Kirchenstatistik 2013 deutlich, die das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut in St. Gallen veröffentlicht hat. Sie präsentiert umfangreiches Datenmaterial zur Religionslandschaft der Schweiz, zum kirchlichen Leben, zur Personalsituation der Schweizer Bistümer und zu den Ordensgemeinschaften.

Die 115 Seiten umfassende Kirchenstatistik kann beim Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut in St. Gallen erworben werden.

Verkaufspreis: Fr. 29.90 (exkl. Versandkosten)

Medienmitteilung

Bericht NZZ

Bericht KIPA

Flyer


Vergleichende Pastoraltheologie in der Schweiz 

Arnd Bünker, SKZ 181 (2013) 15/16, 240–242


Judith Albisser - Unsere neue wissenschaftliche Mitarbeiterin im SPI

Judith Albisser hat in Bern Religionswissenschaft, Allgemeine Ökologie und Ethnologie studiert. Seit August 2013 ist sie wissenschaftliche Assistentin am SPI mit den Arbeitsschwerpunkten Kirchenstatistik und quantitative empirische Sozialforschung (Migrationsprojekt).


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Hier geht es zu den Ergebnissen:

Communiqué zur Umfrage Partnerschafts-, Ehe und Familienpastoral der katholischen Kirche - Ergebnisse  


 

Ergebnisse der Pastoralumfrage zur Ehe-, Familien- und Partnerschaftspastoral

Medienkonferenz zu den ersten Ergebnissen der Pastoralumfrage der katholischen Kirche in der Schweiz

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut in St. Gallen (SPI) laden zu einer Medienkonferenz über die ersten Ergebnisse der Pastoralumfrage der katholischen Kirche in der Schweiz ein: Dienstag, 4. Februar, Zentrum Dreifaltigkeit Bern, 10.30 Uhr.

Teilnehmer (u.a.):
Bischof Markus Büchel, Präsident der SBK
Bischof Charles Morerod, Vizepräsident der SBK
Weihbischof Denis Theurillat, Präsidiumsmitglied der SBK
Arnd Bünker, Leiter SPI St. Gallen
Erwin Tanner, Generalsekretär SBK

Die Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz sind zahlreich der Einladung gefolgt, bis zum 31. Dezember 2013 Fragen zur Partnerschafts-, Ehe- und Familienpastoral zu beantworten. Gleichzeitig fanden in den Diözesen interne Befragungen unter Seelsorgenden sowie Experten statt. Rund 25‘000 Personen aus allen Diözesen und Kantonen der Schweiz (vgl. Grafik) haben sich beteiligt. Die Bischöfe sind sehr froh über den intensiven Diskussionsprozess, den diese Umfragen in der Kirche ausgelöst haben. Alle Stellungnahmen werden sehr ernsthaft in die Überlegungen einbezogen, welche die Bischöfe in die weltweite Bischofssynode zu Familienfragen im Oktober einbringen werden. Die Bischofskonferenz dankt allen Gläubigen und allen Seelsorgerinnen und Seelsorgern für ihr Engagement in diesem wichtigen Prozess.

Die Auswertungsarbeiten sind zwar bis zum 4. Februar noch nicht abgeschlossen, aber die bis dann ausgewerteten Fragebögen erlauben einen ersten aussagekräftigen Überblick. Obwohl viele in Fragen zu Partnerschaft, Ehe und Familie den Kontakt zur Kirche fast verloren haben, wird doch sehr deutlich, dass gerade diese Lebensbereiche für die Menschen existentiell wichtig sind und der Wunsch gross ist, diese persönlichsten Beziehungen im Leben auch religiös zu gestalten. Mit den Gläubigen danken die Bischöfe Papst Franziskus, der mit seiner Anregung zur Umfrage diese offene und einladende Form als Ausdruck echter kirchlicher Gemeinschaft aller Gläubigen ermöglicht hat.

Für Bischofssynode 2014
Papst Franziskus lädt 5. bis 19. Oktober 2014 Bischöfe aus aller Welt zu einer Synode nach Rom ein. Thema der Bischofssynode sind "die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung". Zur Vorbereitung dieses Treffens möchte er mit Hilfe einer weltweiten Umfrage erfahren, wie die Katholikinnen und Katholiken über Themen rund um Partnerschafts-, Ehe und Familienpastoral denken und in welcher Lebenssituation sie sich selber befinden. Die Fragen sind in neun Kapitel unterteilt mit Themen wie Ehe, Familie, Segnung von Geschiedenen wiederverheirateten Paaren oder homosexuellen Partnerschaften, Glaubensweitergabe an die Kinder oder Verhütung.

15.01.2014 / 04.2.2014


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Ernennung zum Titularprofessor

Dr. Arnd Bünker, Institutsleiter des SPI, wurde zum 1. Februar 2014 zum Titularprofessor der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg ernannt. Der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Franz Mali, und der Präsident des Departementsrates Praktische Theologie, Prof. Dr. Martin Klöckener, beglückwünschten und begrüssten den neuen Titularprofessor im Rahmen eines Aperos in der Universität Fribourg am 10. März 2014.


INFOLETTER Dezember 2012


Simon Foppa - Unser neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter im SPI



Simon Foppa hat in Basel Ethnologie und Geographie studiert und ist seit 2010 für einen interdisziplinären Master mit religionswissenschaftlichem Schwerpunkt an der Universität Fribourg immatrikuliert. Zurzeit schreibt er seine Masterarbeit zu christlichen Migrationsgemeinden in der Schweiz. Im SPI widmet sich Simon Foppa den Arbeitsschwerpunkten Migration und qualitative empirische Sozialforschung. Aktuell arbeitet er unter anderem am Forschungsprojekt zu «Funktionen und Funktionswandel von Migrationsgemeinden in der Schweiz» mit.


«… von Generation zu Generation» – Generationswechsel in der Kirche

So lautete das Motto des Studientages von Pastoralplanungskommission und ihrer Interdiözesanen Koordination.

Der Studientag fand mit grosser Beteiligung am Samstag, 16. November 2013 im Centrum 66 in Zürich statt. Mehr als einhundert Interessierte setzten sich engagiert mit der Frage des Generationswechsels in der Kirche auseinander.

Hier finden Sie die Präsentation «Von Generation zu Generation»: 

Hier finden Sie die Dokumentation des Hauptvortrags von Dominik Schenker:  

Hier finden Sie die Intervention von Abbé Alain René Arbez (Genf):


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Informationen zum Weltwoche-Beitrag von Dr. Philipp Gut

 

Am 7. März 2014 erschien in der Publikation „Die Weltwoche“ ein Beitrag des stellvertretenden Chefredakteurs Dr. Philipp Gut. Darin werden die Schweizer Bischofskonferenz und Dr. Arnd Bünker, Leiter des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts und geschäftsführender Sekretär der Pastoralkommission der Schweizer Bischofskonferenz, in verleumderischer Weise beschrieben. In einer Stellungnahme des Präsidenten und des Generalsekretärs der Schweizer Bischofskonferenz wurden die Aussagen des „Weltwoche“-Beitrags bereits zurückgewiesen und klargestellt.

Hier finden Sie nähere Informationen und eine Dokumentation.

 


Forschungsprojekt "Religiosität in der modernen Welt - Bedingungen, Konstruktionen und sozialer Wandel"

Die Studie „Religiosität in der modernen Welt“, die im Rahmen des NFP 58 von Jörg Stolz et al. in Zusammenarbeit mit dem SPI durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass auch in der Schweiz, wie in anderen Ländern Westeuropas, ein kontinuierliches Auseinanderdriften von institutionalisierter und individualisierter Religiosität sowie eine zunehmende Distanzierung der Menschen zu Religiosität zu beobachten ist. Die Resultate werden schon bald unter dem Titel „Religion und Spiritualität in der Schweiz. Vier Gestalten des (Un-)Glaubens“ auf dem Buchmarkt erscheinen.

Das für die Religionsgemeinschaften und insbesondere für die Kirchen nicht sehr ermutigende Fazit hat das SPI motiviert, zusammen mit dem Zentrum für Kirchenentwicklung der Universität Zürich (ZKE) einen "Resonanzband" zur Studie zu verfassen. Dabei sollen Vertreter und Vertreterinnen verschiedenster christlicher Gemeinschaften, Institutionen, aber auch Bewegungen und Kommunitäten zu Wort kommen und aus ihrer Perspektive und von ihren Erfahrungen her auf die religionssoziologische Sicht der Wirklichkeit antworten.

Mit diesen Beiträgen soll ein Fenster geöffnet werden, das sichtbar macht, wie die religiösen Gemeinschaften in der Schweiz auf die Herausforderungen in der Gegenwartsgesellschaft reagieren. Mit anderen Worten: Die Vielfalt an Erfahrungen, Strategien, bewährten Modellen, Visionen und Experimenten zu den Problembereichen der Traditionsvermittlung und der religiösen Vergemeinschaftung, die christliche Gemeinschaften hierzulande auszeichnen, sollen in den Blick genommen werden und als „andere Wirklichkeit“ die Diskussion über die Lage der Religionen in der modernen Gesellschaft bereichern.

Schlussbericht Forschungsprojekt:

Medienmitteilung:


Zweiter Runder Tisch des Frauenrats in Einsiedeln

„Ecclesia semper reformanda“ – Kirche ist immer reformbedürftig – so heisst ein Satz, der oft Augustinus zugeschrieben wird. Überzeugt von der Richtigkeit dieser Aussage lud der Frauenrat der Schweizer Bischofskonferenz am vergangenen Gründonnerstag rund 15 Frauen zum zweiten Runden Tisch ein. Der Tagungs- und Arbeitstitel des Treffens lautete: „Frauen von heute in der Kirche von heute. Miteinander die Glut unter der Asche entdecken.“ Im Dialog wollten sie sich über ihr persönliches Selbstverständnis und die Herausforderungen ihres Frauseins in der katholischen Kirche von heute austauschen und gemeinsam das Glaubensfeuer neu entdecken.

Die fundierten und inspirierenden Referate von Helen Schüngel-Straumann und Li Hangartner gaben die Grund- und Ausgangslage für die Diskussionen und gemeinsamen Überlegungen. Es ging um die Präsenz und das Wirken von Frauen in und für die Kirche, um eine wachsende Sensibilisierung für unterschiedliche Lebens- und Glaubenswege, um eine neue Wahrnehmungs- und Sprachkompetenz und schliesslich um eine Glaubens- und Dialogfähigkeit zwischen allen Menschen, unabhängig von Geschlecht und Status.

Die Überzeugung, dass die gesellschaftlichen Veränderungen auch vor der Kirche nicht Halt machen – nicht Halt machen dürfen – und damit zu einer veränderten Seelsorge und Diakonie führen müssen, wurde einmal mehr deutlich. Damit Kirche in der heutigen Zeit glaubwürdig und engagiert bleibt und im eigentlichen Sinn wieder neu eine Kirche der Nachfolge Jesu werden kann, braucht sie das Engagement, die Offenheit und den Mut von Frauen und Männern. Nur wenn wir alle uns bewegen und innerlich berühren lassen, können wir andere bewegen und innerlich berühren. Wo das Glaubensfeuer der Begeisterung neu entfacht wird, kann es für unsere Kirche not-wendende Wirkung haben und in Jesu Sinne zu neuem Leben führen.

Nach dem eindrücklichen Gottesdienst mit Fusswaschung durch Abt Martin, verliessen nicht nur die Frauen, sondern alle Mitfeiernden die Klosterkirche sichtbar berührt.

Marlies Höchli, Mitglied des Frauenrats


Forschungsprojekt "Christliche Migrationsgemeinden in der Schweiz"

Das Gesicht des christlichen Glaubens in der Schweiz hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Es ist vielfältiger und bunter geworden. Christliche Migrations­gemeinden tragen viel zu dieser neuen Lebendigkeit bei. Dennoch werden sie in der breiteren Öffentlichkeit und auch in den Schweizer Kirchen noch immer nur sehr wenig wahrgenommen. Dies möchten wir ändern.

Mit einem Forschungsprojekt möchte das SPI gemeinsam mit seinen Projektpartnern (Migratio, Lehrstuhl für Pastoraltheologie der Universität Fribourg und Institut für Theologie und Ethik des SEK) das Wissen über die christlichen Migrationsgemeinden in der Schweiz vergrössern. Wir möchten zeigen, welchen Beitrag sie für das christliche Zeugnis und für das Heimischwerden ihrer Mitglieder in der Schweiz erbringen.

Das Forschungsprojekt besteht aus verschiedenen Teilen. Qualitative Interviews mit Mitgliedern von christlichen Migrationsgemeinden gehören ebenso dazu wie eine quantitative Erhebung von Basisdaten der Gemeinden. Bereits stattgefunden hat eine erste Analyse der Daten der neuen Volkszählung 2010, die den Zusammenhang zwischen Religionszugehörigkeit und Migrationshintergrund, bzw. Staatsangehörigkeit untersucht hat.

Eine detaillierte Auswertung der Volkszählungsdaten zu Migration und Religion mit zahlreichen Grafiken finden Sie hier:

Momentan führt das SPI die quantitative Erhebung bei den Gemeinden durch. In einem ersten Schritt befragen wir die Gemeindeleitenden mit einem Fragebogen. Dieser liegt in mehreren Sprachen vor.

Fragebögen evangelische Gemeinden

Fragebogen auf Deutsch

Questionnaire en français

Questionario in italiano

Questionnaire in English

Cuestionario en espagñol


Fragebögen orthodoxe Kirchen

Fragebogen auf Deutsch

Questionnaire en français

Questionario in italiano

Questionnaire in English


Fragebögen katholische Missionen

Fragebogen auf Deutsch

Questionnaire en français

Questionario in italiano

Questionnaire in English

Cuestionario en espagñol

Wir bitten die Verantwortlichen der Gemeinden, den Fragebogen auszufüllen und ihn an das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut zurück zu schicken, entweder per Email (spi@spi-stgallen.ch) oder an die folgende Adresse:

Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut
Gallusstrasse 24
Postfach 1926
9001 St. Gallen

Für Fragen zum Projekt oder zum Fragebogen steht Ihnen der Projektleiter im SPI, Roger Husistein, gerne zur Verfügung. Sie erreichen ihn am einfachsten per Mail: roger.husistein@spi-stgallen.ch oder per Telefon: 079 454 76 93 / 071 228 50 90.


Mit Gallus den Religionen auf der Spur

2012 jährt sich das für den Kanton St. Gallen historische Ereignis der Ankunft von Gallus zum 1400. Mal.

Vor diesem Hintergrund hat WissensWert Religionen in Kooperation mit dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut SPI St.Gallen einen lokalen Religionsführer erstellt: Dieser erfasst und beschreibt detailliert religiöse und spirituelle Gemeinschaften, Kirchen und Bewegungen, die im Kanton St. Gallen beheimatet sind.

Wir bedanken uns für die zahlreiche Teilnahme an der Buchvernissage vom 18. September 2012 in der Offenen Kirche St. Gallen und das rege Interesse an der Publikation: "Mit Gallus. Den Religionen auf der Spur"!

Das Buch kann ab sofort zum Preis von Fr. 39.90 (+ Versandkosten) beim Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut bestellt werden!

Ebenfalls erhältlich ist das Buch unter www.amazon.de

Infos zum Buch mit Bestelltalon:

Interview mit der Herausgeberin Ann-Katrin Gässlein

Referat von Frau Dr. Eva Baumann-Neuhaus an der Buchvernissage:

        


Religionslandschaft 2010 - Erste Ergebnisse der neuen Volkszählung

Erstmals seit 10 Jahren hat das Bundesamt für Statistik (BFS) wieder Daten zur Religionszugehörigkeit der Schweizer Bevölkerung veröffentlicht. Mit der ersten so genannten Strukturerhebung beschreitet das BFS neue Wege bei der Datenerhebung der Volkszählung. Wenig geändert hat sich an den wesentlichen Entwicklungen, die die religiöse Landschaft in der Schweiz bereits seit mehreren Jahrzehnten prägen und verändern. Die Dominanz der beiden grossen Landeskirchen nimmt weiter langsam aber stetig ab, während die Zahl der Konfessionslosen noch einmal deutlich gestiegen ist. Auch die religiöse Pluralisierung der Schweiz hat sich fortgesetzt.

Eine erste detaillierte Auswertung der Volkszählungsdaten mit zahlreichen Grafiken finden Sie hier:

SPI-Auswertung Volkszählung:

SKZ-Artikel: 


Das Konzilsjubiläum als Chance

Als Beitrag zu einer niederschwelligen und detailreichen Erinnerung an das Konzilsereignis startet der «Konzilsblog»: www.konzilsblog.ch

Viele Einträge werden in einer «Tagebuchoptik» zurückschauen: «Was geschah heute vor 50 Jahren?». Die Aussage eines Bischofs in der Konzilsaula kann in den Blick kommen, ein Bericht aus einer Kommission oder von einem informellen Treffen der Bischöfe. Besonders die Tagebücher und Briefe von Beteiligten versprechen interessante Perspektiven.

Ergänzend gibt es eine «Themenoptik»: Fokussiert werden Themen wie «Kirche der Armen», «Ökumene» oder «Frauen auf dem Konzil». Nicht zuletzt bietet der Blog eine «Rezeptionsoptik» mit Reminiszenzen aus der Geschichte der Umsetzung des Konzils.

Für die Suche nach Impulsen für eine lebendige Konzilserinnerung ist der Konzilsblog eine echte Schatztruhe.

Das Redaktionsteam besteht aus:

 

Eva-Maria Faber (Theologische Hochschule Chur)

Urban Fink-Wagner (Schweizerische Kirchenzeitung)

Arnd Bünker (Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut)



Partnerschafts-, Ehe- und Familienpastoral
Bericht der Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz

Partnerschaft und ein Leben als Familie sind seit geraumer Zeit stark veränderten Bedingungen ausgesetzt. Dabei entfalten die Veränderungen häufig ambivalente Wirkungen. So trägt ein verändertes Rollenverständnis von Frau und Mann und eine Berufstätigkeit beider Partner vielfach zur Zufriedenheit beider Partner bei und wirkt sich so positiv auf die Partnerschaft aus. Gleichzeitig stellt diese Veränderung jedoch auch grosse Anforderungen an die beiden Partner und die Familien, z.B. nach Mobilität oder Flexibilität in der Organisation des Haushaltes bei Berufstätigkeit beider Partner. Weitere Beispiele lassen sich viele finden. Für die Kirche und ihre Pastoral stellt sich die Frage, wie sie Partnerschaften, Ehen und Familien so unterstüzten können, damit diese auf Dauer gelingen und wenn möglich das Potential haben, auch schwierige Krisenzeiten zu bewältigen.

Die PPK hat mit dem nun vorliegenden Bericht ein Grundlagendokument erarbeitet zu einer heutigen Bedingungen angemessenen Ehe- und Familienpastoral. Dabei beleuchtet sie die Situation von Partnerschaften und Familien in der heutigen Gesellschaft, rekurriert auf das christliche Ehe- und Familienbild und zeigt vorhandene und allenfalls zu entwickelnde Unterstützungsmöglichkeiten für Partnerschaften und Familien in der heutigen Pastoral auf. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf den konfessions- und religionsverschiedenen Partnerschaften und Familien sowie auf Patchworkfamilien. Besonders berücksichtigt wurde ferner die speziellen Situationen wiederverheirateter Geschiedener und alleinerziehender Mütter und Väter.

Der als 32-seitiges Booklet veröffentlichte Bericht kann über den Buchhandel bezogen werden.

Flyer:



Berufsbild Pfarreisekretärin, Pfarreisekretär

Das neue Berufsbild Pfarreisekretärin, Pfarreisekretär richtet sich an PfarreisekretärInnen, MitarbeiterInnen im Pfarreisekretariat sowie an Leitungsverantwortliche einer Pfarrei bzw. anderssprachigen Mission und an Anstellungsinstanzen (z.B. Exekutiven der Kirchgemeinden). Die Hinweise und Empfehlungen zur beruflichen Praxis sollen aufzeigen:

  • welche Schwerpunkte der Beruf hat
  • welche Aufgaben und Kompetenzen mit der Berufsausübung verbunden sind
  • über welche Voraussetzungen (gewährleistet durch Aus- und Fortbildung) jemand verfügen muss, damit er/sie diesem Beruf gerecht wird.

Das Berufsbild für Pfarreisekretärinnen und Pfarreisekretäre ist in Zusammenarbeit von Bistumsleitung der Diözese Basel, dem Verein der Pfarreisekretärinnen des Bistums Basel und der Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz entstanden. Das Berufsbild ist im Wesentlichen für die Situation in der Deutschschweiz ausgearbeitet worden.

Das Berufsbild kann über die Geschäftsstelle der PPK im Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI) in St. Gallen bezogen werden.

Nähere Informationen