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SPI - Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut

AG Praktische Theologie Schweiz - Wechsel im Präsidium

Im Rahmen der Frühjahrssitzung der AG Praktische Theologie Schweiz wurde am 9. März 2012 nach Ablauf der Amtsperiode ein neues Präsidium gewählt.

Prof.in Dr. Stephanie Klein, Pastoraltheologin an der Universität Luzern, übernimmt das Präsidium von Prof. Dr. Manfred Belok, Pastoraltheologe an der Theologischen Hochschule Chur.

 

Neuer Vizepräsident ist Dr. Arnd Bünker, Leiter des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts SPI, der Dr. Christoph Gellner, Leiter des Instituts für kirchliche Weiterbildung IFOK, nachfolgt.

Die AG Praktische Theologie Schweiz dankt dem ausscheidenden Präsidium für die geleistete Arbeit und wünscht dem neuen Präsidium ein gutes Gelingen.

Im Rahmen der inhaltlichen Schwerpunktdiskussion der Frühjahrsversammlung stellte Dr. Rudolf Vögele, Leiter des Ressorts Pastoral im Generalvikariat Zürich und Glarus, Thesen zur Restrukturierung der territorialen Pastoral zur Debatte.

Die Arbeitsgemeinschaft Praktische Theologie Schweiz bildet eine Landesgruppe der deutschsprachigen Konferenz der PastoraltheologInnen. Ebenso sind die in der Schweiz tätigen ReligionspädagogInnen und HomiletikerInnen Mitglieder der Konferenz.

Die Arbeitsgemeinschaft dient dem Informations- und Meinungsaustausch zu Fragen der

Pastoraltheologie und Religionspädagogik in der Schweiz. Sie erarbeitet und veröffentlicht auch Stellungnahmen oder Beschlussfassungen zu aktuellen kirchlichen und gesellschaftspolitischen Themen.

Das SPI in St. Gallen führt das Sekretariat der AG Praktische Theologie. Sekretär ist Dr. Urs Winter-Pfändler.


1986 – 2012 Mitarbeit im SPI: Herzliche Gratulation, Daniela Baldi!

Bildgalerie vom Fest am 9. Februar 2012

Am 9. Februar wurde das 25. Dienstjubiläum von Daniela Baldi im SPI gefeiert. Zahlreiche Gäste, Bekannte, KollegInnen und Freunde, einige ehemalige und die aktuellen MitarbeiterInnen des SPI sowie Mitglieder des Verwaltungsrates fanden sich ein, um Daniela Baldi zu gratulieren und zu danken.

Daniela Baldi hat in mehr als 25 Jahren das SPI in hohem Masse geprägt. Sie hat in dieser Zeit viele Veränderungen erlebt und mitgestaltet. Ihre hohe fachliche Kompetenz, ihr grosses Engagement, ihre Identifikation mit dem Institut und ihr wohlwollendes Interesse an den MitarbeiterInnen sind ein Grund zu Dank und grosser Wertschätzung.

Mögen noch viele weitere Jahre im SPI folgen!



Jahresbericht 2011

Soeben ist der Jahresbericht 2011 des SPI erschienen mit einer Zusammenfassung der Arbeit des Instituts im vergangenen Jahr:


Religiöse Tradierung in der Spätmoderne

Religionsgemeinschaften sind Erinnerungs- und Erzählgemeinschaften, deren Zukunft davon abhängt, ob und wie sie ihr Wissen an nachfolgende Generationenen weitergeben können.

Artikel von Eva Baumann-Neuhaus in der SKZ 5/2012, S.72-75:


Identität - Religion - Jugend. Herausforderungen und Chancen

Die Frage nach der "Identität", eine uralte Frage nach dem "Wer bin ich?", erfährt heute im Zeitalter der Globalisierung, Individualisierung und Pluralisierung eine neue Dringlichkeit.

Artikel von Eva Baumann-Neuhaus in der Zeitschrift "Junge Kirche" 4/11, S.9-11:


Zukunft der Priester - Priester der Zukunft

Buchpublikation und Studientag zur Situation der Diözesanpriester in der Schweiz


Buchpublikation


Viele Baustellen der katholischen Kirche in der Schweiz haben nicht zuletzt mit der Frage der Priester zu tun. Dass ihre Zahl seit Jahren rückläufig ist, ist kein Geheimnis und wird sich auch nicht so bald ändern. Dies zeigt eine neue Studie des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut. In dieser werden die wichtigsten Fakten zur Situation der Diözesanpriester in der Schweiz zusammengestellt und die gesellschaftlichen Entwicklungen aufgezeigt, die zu den heutigen Nachwuchsproblemen geführt haben. Gleichzeitig wagen wir eine Prognose, mit wie vielen Diözesanpriestern die Schweizer Bistümer in zwanzig Jahren noch rechnen können. 

Es ist uns wichtig, die Frage der Zukunft der Diözesanpriester und ihrer Rolle im Leben der Kirche in einem breit angelegten Meinungsspektrum zu diskutieren. Wir haben deshalb unterschiedlichste Vertreter und Vertreterinnen aus der katholischen Kirche der Schweiz gebeten, zu unseren Ergebnissen Stellung zu beziehen. So finden sich in unserer Publikation ‚Stimmen‘ aus den bischöflichen Ordinariaten, der Theologie, der Priesterausbildung und aus weiteren kirchlichen Kontexten.

Das Buch enthält Beiträge von Fabian Berz, Adrian Bolzern, Stefan Buchs, Arnd Bünker, Jakob Crottogini, Marc Donzé, Eva-Maria Faber, Martin Grichting, Beat Grögli, Roger Husistein, Stephanie Klein, Erwin Koller, Daniel Kosch, Franz Kreissl, Pierre-Yves Maillard, Italo Molinaro, Thomas Ruckstuhl, Gisela Tschudin, Sandro Vitalini und Abt Martin Werlen.

Die Angaben zum Buch: Arnd Bünker, Roger Husistein (Hg.): Diözesanpriester in der Schweiz. Prognosen – Deutungen – Perspektiven, NZN bei TVZ, Zürich 2011

Weitere Infos:

Das Buch kann ab sofort beim Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut oder im Buchhandel erworben werden!

Studientag vom 24. September 2011

Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut hat in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Regentenkonferenz, der Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche und dem IFOK am 24. September 2011 im Priesterseminar St. Beat in Luzern einen Studientag zum Thema durchgeführt.

Bericht der KIPA:

Video-Bericht auf www.kath.ch

Bericht der SKZ:

Bericht von Le Temps: 

Bericht von Le Nouvelliste:


Neuerscheinung: Partnerschafts-, Ehe- und Familienpastoral
Bericht der Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz

Partnerschaft und ein Leben als Familie sind seit geraumer Zeit stark veränderten Bedingungen ausgesetzt. Dabei entfalten die Veränderungen häufig ambivalente Wirkungen. So trägt ein verändertes Rollenverständnis von Frau und Mann und eine Berufstätigkeit beider Partner vielfach zur Zufriedenheit beider Partner bei und wirkt sich so positiv auf die Partnerschaft aus. Gleichzeitig stellt diese Veränderung jedoch auch grosse Anforderungen an die beiden Partner und die Familien, z.B. nach Mobilität oder Flexibilität in der Organisation des Haushaltes bei Berufstätigkeit beider Partner. Weitere Beispiele lassen sich viele finden. Für die Kirche und ihre Pastoral stellt sich die Frage, wie sie Partnerschaften, Ehen und Familien so unterstüzten können, damit diese auf Dauer gelingen und wenn möglich das Potential haben, auch schwierige Krisenzeiten zu bewältigen.

Die PPK hat mit dem nun vorliegenden Bericht ein Grundlagendokument erarbeitet zu einer heutigen Bedingungen angemessenen Ehe- und Familienpastoral. Dabei beleuchtet sie die Situation von Partnerschaften und Familien in der heutigen Gesellschaft, rekurriert auf das christliche Ehe- und Familienbild und zeigt vorhandene und allenfalls zu entwickelnde Unterstützungsmöglichkeiten für Partnerschaften und Familien in der heutigen Pastoral auf. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf den konfessions- und religionsverschiedenen Partnerschaften und Familien sowie auf Patchworkfamilien. Besonders berücksichtigt wurde ferner die speziellen Situationen wiederverheirateter Geschiedener und alleinerziehender Mütter und Väter.

Der als 32-seitiges Booklet veröffentlichte Bericht kann ab sofort beim Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (spi@spi-stgallen.ch) zum Preis von Fr. 17.90 (exkl. VK) bestellt werden.

Flyer:


Glauben lernen – Möglichkeiten und Grenzen des pädagogischen Kalküls

Religiöse Gemeinschaften sind Erinnerungs- und Erzählgemeinschaften, deren Zukunft maßgeblich davon abhängt, ob sie ihr Wissen tradieren können, d.h. ob es ihnen gelingt, Glaubensvorstellungen und Glaubenshandlungen auch unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen so zu kommunizieren, dass diese für die Adressaten plausibel und relevant erscheinen. Der Krise der Kommunikation, die in volkskirchlichen Kontexten immer wieder diagnostiziert wird, begegnet man derzeit in evangelikal-charismatisch bzw. neo-pentekostal nahen Kreisen weltweit mit Alpha, einem Glaubenskurs, dessen Konzept auf aktuellen soziologischen und pädagogischen Erkenntnissen basiert. Der Erfolg des „Lernpakets“ mit seinem kundenfreundlichen und erfahrungsorientierten Angebot, das auf niederschwellige Art individuelle spirituelle und soziale Bedürfnisse bedient, zeigt sich an seiner breiten Rezeption. Ob sich in der Stärke des Kurses gleichzeitig auch seine Schwäche präsentiert, mit der er sich bei der Verwirklichung seines fundamentalen Ziels, das Gemeindewachstum zu fördern, zuletzt selber im Wege steht, bleibt eine offene Frage.

Eva Baumann-Neuhaus: Glauben lernen – Möglichkeiten und Grenzen des pädagogischen Kalküls, in: Theo-Web. Zeitschrift für Religionspädagogik 10 (2011), H.2, 278-301: http://www.theo-web.de/zeitschrift/ausgabe-2011-02


„Sie gerieten ausser sich vor Staunen ...“ (Apg 2,7) - Eine Kirche in vielen Sprachen
Öffentlicher Studientag vom 5. November 2011 in Fribourg

Migration in die Schweiz hat mehrheitlich ein katholisches Gesicht. In etlichen Städten und in manchen Regionen bilden katholische MigrantInnen heute die Mehrheit in der katholischen Kirche. Dennoch stehen viele von ihnen oft am Rande der Pastoral. Häufig herrscht eher ein Nebeneinander als ein Miteinander von „schweizerischem Katholizismus“ und den „Katholizismen der MigrantInnen“. Hier ist die ganze katholische Kirche im Migrationsland Schweiz zu einem neuen Zeugnis herausgefordert.

  • Wie können wir gemeinsam eine Kirche in vielen Sprachen sein?
  • Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Pfarreien und Missionen gefördert werden?
  • Wie kann die interkulturelle Kompetenz der kirchlichen Mitarbeitenden und der Gemeinden verbessert werden?
  • Welche positiven Erfahrungen gibt es bereits, von denen wir lernen können?

Der öffentliche Studientag zu interkultureller Pastoral wurde von der Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz und ihrer Interdiözesanen Koordination durchgeführt. Eingeladen waren alle Verantwortlichen im Bereich MigrantInnenpastoral und interkulturelle Pastoral, VertreterInnen von anderssprachlichen Missionen und Pfarrei- und Pastoralräten, Mitarbeitende in der Seelsorge, Menschen in der Vorbereitung auf einen pastoralen Beruf und alle Interessierten.

Tagungsprogramm:

Vortrag von Prof. Michael Felder:

Pastoraltheologische Thesen Italienermissionare:

Bericht der Unité Pastorale multiculturelle in Genf:

Videoclip Projekt JublaPlus von Jungwacht Blauring: www.youtube.com

Bericht der KIPA:

Bericht ForumKirche Thurgau/Schaffhausen S.26f.:

Migration - Grenzen öffnen!

Eine Auseinandersetzung mit Migration kann nicht an der Infragestellung der Grenzziehungen vorbeisehen, die mit jedem Migranten und mit jeder Migrantin sichtbar werden. Diese Grenzziehungen auch selbstkritisch zu überprüfen bzw. sie im Spiegel der Anderen einer neuen Perspektive auszusetzen – darin könnte ein entscheidendes Moment liegen für eine christliche und kirchliche Praxis.

Artikel von Arnd Bünker, erschienen in DIAKONIA 42 (2011)


Artikel: Religiöse Bewegungen in der katholischen Kirche

Den Beitrag von Eva Baumann-Neuhaus in der neusten Ausgabe der Theologisch-praktischen Quartalsschrift finden Sie hier:



Neuerscheinung: Buchveröffentlichung "Kirche als Mission"

Im Juni 2011 ist erschienen:

Arnd Bünker/Christoph Gellner (Hg): Kirche als Mission. Anstiftung zu christlich entschiedener Zeitgenossenschaft, NZN bei TVZ, Beiträge zur Pastoralsoziologie (SPI-Reihe), Band 14, Zürich 2011

Zum Inhalt

Mission wird je länger je mehr auch auf das eigene Land bezogen: Welche Chancen hat eine lernende Kirche, die sich auf die offene, fragende und suchende Gesellschaft von heute einlassen muss, damit christlicher Glaube zeitgemäss und dialogisch in den vielfältigen Gegenwartskulturen präsent bleiben kann? Das Buch bringt pastoral- und missionstheologische, religionssoziologische, psychologische und kommunikative Aspekte mit Praxiserfahrungen in Seelsorge, Katechese und Bildungsarbeit zusammen. Vorgestellt werden u. a. neue Ansätze lebensweltorientierter Pastoral, kirchlicher Öffentlichkeitsarbeit und ökumenischen Lernens mit Migrationskirchen.

Mit Beiträgen von François-Xavier Amherd, José Amrein-Murer, Benno Bühlmann, Arnd Bünker, Christoph Gellner, Damian Kaeser, Stefan Knobloch, Helga Kohler-Spiegel, Josef Meili, Claudia Mennen.


Vorankündigung Buchpublikation: Religion im Heimalltag

Im Herbst 2011 wird erscheinen: Eva Baumann-Neuhaus, Brigitte Boothe, Ralph Kunz: Religion im Heimalltag. Ältere Menschen erzählen, Königshausen & Neumann 2011, ca. 200 S.

Weitere Infos unter: www.beck-shop.de


ForModula - Katecheseausbildung geht neue Wege

   

Zürich, 17.6.11 (Kipa) Katechetinnen gibt es in fast jeder Pfarrei oder Schule. Oft teilzeitlich angestellt und meist auf der Primarstufe tätig, gestalten sie mit Kindern und Eltern das christliche Glaubensleben in den Gemeinden mit. Noch vor einigen Jahrzehnten lag die Initiative, Katechetinnen aus- und weiterzubilden, bei einzelnen Pfarrern, sagt Urs Winter-Pfändler, Geschäftsführer der Kirchlichen Koordinationsstelle für modulare Ausbildung (ForModula), im Gespräch mit der Presseagentur Kipa. Winter koordiniert die katechetische Ausbildung nach dem neuen System ForModula - Bildung im Baukastensystem.

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Vorankündigung: Mit Gallus den Religionen auf der Spur

Über 200 Kirchen, Orden, religiöse Gemeinschaften, spirituelle Hauskreise und andere Bewegungen existieren im Kanton St. Gallen. Das Buch Mit Gallus den Religionen auf der Spur geht dieser Vielfalt nach und zeichnet eine Landkarte der aktuellen religiösen Situation. Im Jubiläumsjahr 2012 erscheint dieses spannende Nachschlagewerk, das auch Impulse gibt, die eigene Nachbarschaft genauer anzusehen und Kontakte zu Angehörigen anderer Religionen zu knüpfen.

 

Herausgegeben wird das Buch vom Verein WissensWert Religionen und dem Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut. Erscheinungsdatum ist voraussichtlich im Frühjahr 2012.

Weitere Informationen finden Sie hier



Gründung der Interessengemeinschaft Partnerschaft-Ehe-Familienpastoral Deutschschweiz (PEF)

Liebe und Gemeinschaft berühren Menschen seit Anbeginn. Der römische Dichter Ovid erzählt in den Metamorphosen von der Geschichte von Philemon und Baucis, einem Ehepaar, das in ihrer Beziehung auch noch Platz hatte für die Gemeinschaft mit den Göttern. Dies wurde belohnt und ihre Gemeinschaft blieb sogar nach dem Tod der beiden lebendig, als sie in zwei Bäume verwandelt wurden.

Kirchliche Fachstellen beraten, begleiten und befähigen Menschen in Gemeinschaft, Trennung und bei der Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe. Oft stellen sich Mitarbeitende die Frage: Wie unterstützen wir als kirchliche Institutionen Beziehungen, dass sie – wie in der Geschichte von Philemon und Baucis - lebendig bleiben können? Wie gehen wir damit um, wenn Liebe in Partnerschaften erlöscht und neue Formen der Beziehungen entstehen? Und wo können wir Menschen befähigen, den Platz für die himmlische Dimension in ihrer Beziehung offen zu halten? Solchen und anderen beziehungsweisenden Fragen, möchten sich Seelsorgende in den Fachstellen Partnerschaft – Ehe, und Familienpastoral stellen. So wurde am 24. Mai 2011 in Solothurn die Interessensgemeinschaft Partnerschaft-Ehe-Familienpastoral Deutschschweiz (IG PEF-Pastoral Deutschschweiz) gegründet.

Neben der Vernetzung möchten sich die VertreterInnen von Fachstellen der röm.kath. Kirche in der Deutschschweiz über die Beratungsarbeit austauschen, Kräfte bündeln, gemeinsame Projekte lancieren Die Interessengemeinschaft (IG) ist offen für hauptamtliche Frauen und Männer, die für die Seelsorge im Bereich Partnerschaft, Ehe und Familie tätig sind und eine regionale Verantwortung tragen.

Nachdem das Grundlagenpapier von den Mitgliedern verabschiedet wurde, war Bischof Dr. Felix Gmür der erste Gratulant für dieses neue Deutschschweizer Gremium.

Das Copräsidium – Madeleine Winterhalter-Häuptle (St. Gallen) und Burghard Förster (Luzern) – wird zusammen mit den Mitgliedern als künftige Aufgabe, zwei Themen verstärkt in den Blick nehmen: die religiöse Elternarbeit und die Begleitung (Vorbereitung) junger Menschen auf eine gelingende Partnerschaft.

Auf dem Foto sind folgende Personen (von links nach rechts):

  • Eva Baumann-Neuhaus (Pastoralsoziologisches Institut, SPI St. Gallen, Vertretung PPK)
  • Birgitta Aicher (Erwachsenenkatechese, Pastoralamt Bistum Basel)
  • Madeleine Winterhalter-Häuptle (Leiterin Fachstelle PEF Bistum St. Gallen)
  • Burghard Förster (Leiter Bereich Erwachsenenbildung kath. Kirche Luzern)
  • Martin Blatter-Brantschen (Leiter Fachstelle Ehe und Familie, Bistum Sitten)
  • Bruno Strassmann (Leiter Arbeitsstelle kirchl. Erwachsenenbildung TG)
  • Kurt Adler-Sacher (Leiter Bildung Mobil kath. Kirche Kt. Aargau)
  • Norbert Engeler (kath. Ehe- und Partnerschaftsberatung BL)
  • Matthias Koller Filliger (Mitarbeiter Fachstelle PEF Bistum St. Gallen)

Es fehlen:

  • Rita Pürro (Leiterin Erwachsenenbildung Deutschfreiburg);
  • Bernd Siemes (Seelsorgerat des Kantons Zürich, Kommission Ehe und Familie),
  • Arno Aquint (Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen, Bistum Chur)

Schlussbericht Forschungsprojekt "Religiosität in der modernen Welt - Bedingungen, Konstruktionen und sozialer Wandel"


Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 58 „Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft“ des Schweizerischen Nationalfonds führte das SPI seit Juli 2007 in Kooperation mit dem Observatoire des Religions en Suisse (ORS) in Lausanne eine qualitative und quantitative Studie zu individueller Religiosität in der Schweiz durch. Damit wird die von den beiden Instituten begründete Tradition der „Sonderfallstudien“ fortgesetzt.

Während in den vergangenen Studien der Akzent vor allem auf die Individualisierungsthese gelegt wurde, fokussiert die Auswertung der jüngsten quantitativen und (erstmals) qualitativen Untersuchungen stärker auf Fragen im Zusammenhang mit der Säkularisierungsthese. So wird im Schlussbericht weniger nach den individuellen Mustern religiöser Konstruktionen gefragt und mehr nach grundsätzlichen Verschiebungen in der Religionslandschaft der Schweiz. Im Kern werden die Ergebnisse der Untersuchung als Belege für einen anhaltenden Trend zur Säkularisierung interpretiert. Die Forschungsgruppe konnte zeigen, dass sich immer mehr Schweizerinnen und Schweizer von einer institutionell verankerten Religion distanzieren.

Die Forschungsgruppe hat vier Religiositätstypen identifiziert: 

  • Die Institutionellen (17%) gehören einer der beiden Landeskirchen oder einer Freikirche an und sind überzeugte Gläubige.
  • Die Säkularen (10%) sind der Religion gegenüber gleichgültig oder lehnen sie ab.
  • Die Alternativen (9%) kultivieren andere Arten von Religiosität,  z. B. esoterische, synkretistische, holistische oder körperbezogene religiöse Praktiken.
  • Die Distanzierten (64%) bilden die grösste Gruppe. Diese hat ein sehr lockeres bis distanziertes, aber nicht vollständig abgebrochenes Verhältnis zur christlichen, institutionell verfassten Religion. Obwohl die meisten von ihnen Mitglieder einer Landeskirche sind, bedeutet ihnen die Religion nicht viel.

Viele weitere Informationen zur Geschlechterverteilung, zur Verteilung nach Alter und Bildungsstand, zur Frage der religiösen Toleranz und zur anhaltenden Wertschätzung von Religionen im Blick auf ihre gesamtgesellschaftliche Rolle und hinsichtlich ihrer Sorge für die Armen finden sich im Schlussbericht der Studie.

Projektdurchführung: Prof. Dr. Jörg Stolz (Uni Lausanne), Prof. Dr. Judith Köneman (SPI und Uni Münster), Mallory Schneuwly Purdie (Uni Lausanne), Thomas Englberger (SPI und Uni Lausanne) und Dr. Michael Krüggeler (SPI)

Schlussbericht:

Medienmitteilung:


Schlussbericht des Forschungsprojekts "Religion und Öffentlichkeit

Wie bringen Religionsgemeinschaften ihre Überzeugungen in die gesellschaftlichen und politischen Diskussionen ein? Welchen Beitrag leisten sie damit zu öffentlichen Debatten? Das waren die zentralen Fragen der Studie "Religion und Öffentlichkeit", die das SPI in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Religionswissenschaft der Universität Fribourg und dem Institut für Politikwissenschaftder Universität Bern im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 58 „Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft“ des Schweizerischen Nationalfonds durchgeführt hat.

Das Forschungsprojekt untersuchte die Rolle der Religionsgemeinschaften in der Schweizer Zivilgesellschaft am Beispiel ihrer Beteiligung an Volksabstimmungen zu wichtigen gesellschaftspolitischen Debatten wie der Liberalisierung der Abtreibungsgesetzgebung, der Debatten um die Asyl- und Ausländergesetzgebung sowie zum Verhältnis Kirche und Staat.

Die Studie zeigt, dass sich die Religionsgemeinschaften ungeachtet der Säkularisierungstendenzen sehr aktiv an den politischen Meinungsbildungsprozessen beteiligen. Sie stossen auf Gegeninteresse bei den Medien und werden von den Bundesbehörden in Vernehmlassungsverfahren angefragt. Die Religionsgemeinschaften besetzen damit nicht nur das Feld der "Religion", sondern in ihrer Selbstbeschreibung auch das Feld der "Ethik".

Insbesondere die beiden christlichen Kirchen positionieren sich - vertreten durch verschiedene kircheninterne Akteure mit teilweise konträren Auffassungen - als zivilgesellschaftliche Akteure, die im Untersuchungszeitraum der letzten 30 Jahre regelmässig und unverändert Stellungnahmen abgeben. Sie pflegen einen Sprachstil, der den demokratischen Gepflogenheiten entspricht und argumentieren nicht nur innerhalb eines religiösen Bezugsrahmens.

Schlussbericht:

Bericht Teilprojekt Vernehmlassungen:


Veröffentlichung der Jahresberichte 2010 von SPI und PPK 

SPI-Jahresbericht 2010

PPK-Jahresbericht 2010


Gute Noten für die Seelsorge in den Spitälern

  

Patientinnen und Patienten sind mit der Spitalseelsorge sehr zufrieden, und die Stationsleitungen stufen vor allem die Sterbe- und Trauerbegleitung durch die Seelsorgenden als sehr wichtig ein. Dies die Kernbefunde einer erstmals in der Schweiz durchgeführten Doppelstudie zur Einschätzung dieser Arbeit durch Patienten und Pflegende.

Weiter lesen Bericht Pfarreiforum vom 17. Juni 2011
Weiter lesen Bericht in Reformiert.Info (Remo Wiegand) vom 25. Februar 2011
Radio Beitrag zum Projekt vom 17. Januar 2011 (Radio Life channel, Markus Hausmann)
Weiter lesen Kipa Artikel (Alois Schuler) vom 13. Januar 2011


Weiter Infos zum Projekt


Neuauflage: Missionarisch Kirche sein?

Arnd Bünker: Missionarisch Kirche sein? Eine missionswissenschaftliche Analyse von Konzepten zur Sendung der Kirche in Deutschland, Münster: Monsenstein und Vannerdat, 2010. - 649 S. (Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster; Reihe II, Bd. 3).

Zum Inhalt

Ungefähr seit der Jahrtausendwende wird in den grossen Kirchen in Deutschland, in Frankreich und auch in der Schweiz neu über Mission nachgedacht. In diesem Zusammenhang kann man einen Paradigmenwechsel in der pastoralen Grundorientierung der Kirchen erwarten.

Ein solcher Wechsel geschieht aber immer auch innerhalb längerfristiger Prozesse und lässt sich somit vor einem spezifischen theologischen und kirchlichen Hintergrund kritisch reflektieren. Dieses Anliegen verfolgt die vorliegende Untersuchung auf der Folie wissenssoziologischer Theoriebildung.

In dieser erweiterten Neuauflage der Dissertation des Autors wird die Reflexion missionarischer Konzepte um eine vergleichende Stellungnahme zum Schreiben der deutschen Bischöfe „Allen Völkern Sein Heil“ Die Mission der Weltkirche (Bonn 2004) ergänzt.

Die Offenheit des Missionsbegriffs für unterschiedliche Konkretionen und Vorstellungen einer „missionarischen Kirche“ und ihrer Praxis der Kommunikation des Evangeliums wird so in ihrer Brisanz deutlich.

Das Buch kann im Buchhandel erworben werden.

Eine Online-Publikation finden Sie unter http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5829/diss_buenker_buchblock.pdf


Berufsbild Pfarreisekretärin, Pfarreisekretär

Das neue Berufsbild Pfarreisekretärin, Pfarreisekretär richtet sich an PfarreisekretärInnen, MitarbeiterInnen im Pfarreisekretariat sowie an Leitungsverantwortliche einer Pfarrei bzw. anderssprachigen Mission und an Anstellungsinstanzen (z.B. Exekutiven der Kirchgemeinden). Die Hinweise und Empfehlungen zur beruflichen Praxis sollen aufzeigen:

  • welche Schwerpunkte der Beruf hat
  • welche Aufgaben und Kompetenzen mit der Berufsausübung verbunden sind
  • über welche Voraussetzungen (gewährleistet durch Aus- und Fortbildung) jemand verfügen muss, damit er/sie diesem Beruf gerecht wird.

Das Berufsbild für Pfarreisekretärinnen und Pfarreisekretäre ist in Zusammenarbeit von Bistumsleitung der Diözese Basel, dem Verein der Pfarreisekretärinnen des Bistums Basel und der Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz entstanden. Das Berufsbild ist im Wesentlichen für die Situation in der Deutschschweiz ausgearbeitet worden.

Das Berufsbild kann über die Geschäftsstelle der PPK im Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI) in St. Gallen bezogen werden.

Nähere Informationen


Gerechtigkeit und Pfingsten

Am 7. Mai 2010 wurde an der Universität Münster von Arnd Bünker, Leiter des SPI, das Buch

Gerechtigkeit und Pfingsten. Viele Christentümer und die Aufgabe einer Missionswissenschaft

vorgestellt. Es befasst sich u. a. mit theologischen und pastoralen Konsequenzen einer "enteuropäisierten europäischen Christenheit". Als Festschrift für Prof. Dr. Giancarlo Collet ist es einem Theologen aus der Schweiz gewidmet, der die deutschsprachige katholische Missionswissenschaft in den letzten Jahrzehnten massgeblich geprägt hat.



Zum Inhalt

Globalisierung und Migration schaffen Nähe und Herausforderungen. Christentümer aus verschiedenen Weltteilen treffen vor allem in den Grossstädten aufeinander. Mit dieser "Enteuropäisierung europäischer Christenheit" (Giancarlo Collet) entsteht eine spannungsvolle Mischung aus christlichen Gemeinschaften, Konfessionen und Kirchen, Mentalitäten und Sprechweisen.

Angesichts dieser Vielfalt ist es wichtig, das eine christliche Bekenntnis zum Evangelium und die gemeinsame Hoffnung auf Leben und Heil für alle Menschen nicht aus den Augen zu verlieren. „Gerechtigkeit“ und „Pfingsten“ sind zentrale Begriffe, um christliche Identitäten zu beschreiben. Sie sind Anknüpfungspunkte, um voneinander und miteinander im ökumenischen Gespräch zu lernen.

Bünker Arnd, Mundanjohl Eva, Weckel Ludger, Suermann Thomas (Hg.): Gerechtigkeit und Pfingsten. Viele Christentümer und die Aufgabe einer Missionswissenschaft, Ostfildern, Grünewaldverlag, 2010, 268 Seiten.


Online-Veröffentlichung: Lebensstil, Religiosität und Ritualbedürfnis in jungen Familien

Dr. Alfred Dubach, langjähriger Leiter des SPI, veröffentlicht den Forschungsbericht „Lebensstil, Religiosität und Ritualbedürfnis in jungen Familien“ als Online-Publikation. Der Bericht entstand im Rahmen einer Untersuchung im Nationalfondsprojekt 52 in Kooperation des SPI mit dem Institut für praktische Theologie der Universität Bern.

Den Bericht im pdf-Format finden Sie hier:

Zum Inhalt

Auch wenn sich nur noch ein kleiner Teil der Deutschschweizer Familien als religiös versteht, ist Religion, insbesondere der Rückgriff auf Rituale, gerade bei Umbrüchen in Lebensläufen und bei biographischen Krisen sehr gefragt. Somit wird Religion in bestimmten Situationen gewissermassen „aktiviert“, während sie sonst in den Hintergrund tritt.

Alfred Dubach zeigt, dass diese hintergründige Religiosität weitgehend als Bestandteil „sozialisierter Verstehensmuster“ gesehen werden kann. Damit widerlegt er gängige Thesen einer Art „Supermarkt-Religion“, die davon ausgeht, dass sich die Menschen ihre Religion quasi beliebig und voraussetzungsfrei wählen würden. Vielmehr bestimmen soziokulturelle Lebensumstände, Milieuzugehörigkeit, ästhetische Konventionen… auch religiöse Formen und prägen die Art und Weise, wie Familien z.B. kirchliche Angebote aufgreifen und annehmen.

Für die Kirche heisst dies, in der Ausübung ihrer Ritualpraxis zum einen den biografisch rhythmisierten „Religionsbedarf“ zu berücksichtigen und zum anderen die spezifischen Ansprüche an die jeweiligen Ausdrucksformen der Rituale.

Weitere Ergebnisse des Forschungsprojekts finden sich hier:

Schlussbericht:

Anhänge zum Schlussbericht:

Broschüre "Rituale in Familien. Religiöse Dimensionen und intergenerationelle Bezüge"